FAQ - Häufig gestellte Fragen...
...und deren Antworten
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Wozu eine Laboranalyse durchführen?
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Nicht jeder Schimmelpilz besitzt das gleiche
Gefährdungspotenzial. Deshalb ist die Untersuchung des Pilzbefalls
entscheidend für die Beurteilung des gesundheitlichen Risikos und
das Ausmaß der Sanierung. Ausserdem sind die
Schutzmassnahmen für die Bewohner, das Sanierpersonal und die
Bausubstanz auf die vorkommenden Schimmelpilz-Arten auszurichten.
Weshalb führt man nicht in jedem Fall
Luftkeim-Analysen durch?
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Ist sichtbarer Schimmelpilz-Befall
vorhanden, ist in der Regel keine Luftkeimbestimmung
notwendig. Die Analyse der Materialproben, das Ausmass der
befallenen Fläche(n) und wenige weitere Informationen genügen in den
meisten Fällen für eine Gesamtbeurteilung .
Wozu führt man denn Luftkeim-Analysen
überhaupt durch?
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Ist kein Schimmelpilz-Befall sichtbar, aber
trotzdem ist muffiger Geruch wahrnehmbar, und/oder die Bewohner haben
Beschwerden, welche auf eine Schimmelpilz-Belastung hinweisen, ist
eine Luftkeim-Analyse sicher notwendig. Damit lässt sich meistens
der Verdacht erhärten, dass eine verborgene Schimmelpilz-Quelle
vorhanden ist.
Sagt eine Luftkeim-Messung etwas über
das gesundheitliche Risiko aus?
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Im Moment ist eine sichere Aussage
über die gesundheitliche Relevanz von Luftkeimbelastungen noch
nicht möglich. Der Zusammenhang zwischen Luftkeim-Belastung und
gesundheitlichen Problemen ist wissenschaftlich erst im Bereich der
Kompostieranlagen belegt worden; für Arbeitsplätze, Wohnräume usw.
(mit meistens weit tieferen Keimzahlen als in Kompostierwerken) sind
die Zusammenhänge noch nicht klar erwiesen. Deshalb sind reine
Luftkeim-Analysen in Bezug gesundheitlicher Relevanz mit einer
gewissen Vorsicht zu interpretieren.
Bei uns hat die Firma X nach dem
Wasserschaden und dem nachfolgenden Pilzbefall der Aussenwände in
der Küche lediglich Luftproben in der Küche genommen - war das korrekt?
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Ist sichtbarer Schimmelpilz-Befall nach
dem Wasserschaden vorhanden, ist in der Regel keine
Luftkeimbestimmung notwendig. Die Analyse der Materialproben, das
Ausmass der befallenen Fläche(n) und wenige weitere Informationen
genügen in den meisten Fällen für eine Gesamtbeurteilung. Luftproben
allein bei sichtbarem Schimmel-Befall ist deshalb "ein nicht
übliches Vorgehen" (Unsinn).
Wäre kein sichtbarer Befall vorhanden. würden Luftproben in der
Küche alleine nicht genügen, sondern Luftproben in anderen Zimmern
und in der Aussenluft müssten durchgeführt werden.
Kann es sein, dass man unter Umständen
notfallmässig in den Spital eingeliefert werden muss, wenn man bei
einem massiven Schimmelpilz-Befall nichts unternimmt?
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Besonders bei Personen, die ein geschwächtes
Immunsystem aufweisen, unter Asthma, Allergien oder den Folgen einer
Chemo- und Strahlen-Therapie leiden, können bei massiver Belastung
unerwartet einen Zusammenbruch erleiden, obwohl zuvor die
Befindlichkeitsstörungen nicht auffallend stark waren.
Notfallmässig in den Spital eingeliefert zu
werden: ein Schauermärchen und Angstmacherei? Gibt es
einen solchen Fall?
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In Zürich gab es im Jahre 1999 aus eigener
Erfahrung einen solchen Fall: Eine nicht fachgerechte Sanierung
eines Wasserschadens in einer Eigentumswohnung führte zu einem
Schimmelpilz-Befall unter dem Parkett- und Unterlagsboden;
fast die Hälfte der Bodenfläche der Wohnung war davon betroffen. Der
Befall war nicht sichtbar. Durch das Gehen auf dem Parkett wurden
jeweils grosse Mengen Sporen in die Raumluft "gepumpt" (via
Sockelleisten und anderen Spalten im Fussboden). Die Bewohnerin
musste anlässlich eines heftigen Asthma-Anfalles hospitalisiert
werden und konnte die Wohnung erst nach einer fachgerechten
Sanierung wieder betreten.
Schimmel-Befall gibt es doch fast in jeder
zweiten Wohnung - deshalb sollte man doch kein Aufhebens machen
wegen dem Schimmel! Auch Experten von bestimmten Versicherungen
meinen, Schimmel schade der Gesundheit nicht.
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Tatsächlich erkranken lange nicht alle Personen,
die in einer verschimmelten Wohnung hausen. Es sind hauptsächlich
Personen mit geschwächtem Immunsystem, mit häufigen Erkältungen,
chronischem Husten oder allergischen Symptomen, welche speziell
durch Schimmelpilze gefährdet sind. Wer lässt eigentlich seinen
Immunstatus regelmässig beim Arzt bestimmen? Ausserdem fühlen sich
Bewohner in einer verschimmelten Wohnung unwohl - ebenso kann
ein Besuch unangenehme Bemerkungen anbringen.
Ab welcher Grösse der befallenen Fläche ist
der Schimmel schädlich?
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Wenn dies mit einer Zahl zu beantworten wäre,
hätte unser Labor keine Arbeit! Die Befallsfläche ist sicher
wichtig, genauso entscheidend sind auch
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die Zusammensetzung der Schimmelpilze,
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die Befallstiefe (speziell bei porösen Putzen),
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die Feuchte des Untergrundes und der Raumluft,
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die Art des Untergrundes (Art des "Nährbodens")
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die gesundheitliche Verfassung der BewohnerInnen
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Aufenthaltsdauer in den betroffenen Räumen
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und andere Details.
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Grundsätzlich ist bei einem Schimmelpilz-Befall
bis Handteller-Grösse kaum ein gesundheitliches Problem zu erwarten.
Ab ca. 0,5 m2 jedoch spricht man von einem grossen
Befall, ein Zustand, den man langfristig keinesfalls dulden sollte
Wie kann man selbst Schimmel entfernen?
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Kleine Flächen sollte man mit Alkohol (=
Brennsprit, Vorsicht: Brandgefahr beachten) desinfizieren. Die
Behandlung muss allerdings immer wieder von Neuem durchgeführt
werden.
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Besonders in Wohnungen sollte man keinesfalls
Javel-Wasser (chlorhaltiges Präparat oder ähnliches Präparat mit
Chlor) verwenden: es reizt die Schleimhäute der Bewohner und ist
meist nur kurzzeitig wirksam.
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Als langfrisitg geeignet hat sich das Präparat
von Sanosil AG/Schweiz herausgestellt. Es desinfiziert und bietet
mit dem Sibergehalt einen Langzeitschutz.
Weshalb gedeiht der Schimmel immer wieder,
obwohl gründlich desinfiziert worden ist?
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Ohne Langzeitschutz und begleitende Massnahmen
wie die Herabsetzung der Raumluft-Feuchtigkeit oder/und
Materialfeuchte und evtl. Aufbringen eines neuen/anderen
Untergrundes, Anbringen einer besseren Isolation usw. ist der Erfolg
meistens nicht von langer Dauer. Die durch eine Desinfektion
abgestorbenen Schimmelpilze bilden die Grundlage für ein erneutes
Pilzwachstum. Dispersionsfarbe - auch wenn als Antischimmelfarbe
aufgepeppt - sind gute Grundlagen für ein erneutes Gedeihen.
Wo wächst ein Schimmel?
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Am besten gedeihen Schimmelpilze bei erhöhter
Luftfeuchte, bei erhöhter Materialfeuchte, wenn kein Luftzug
vorhanden ist und auf Untergründen wie Blätter, Holz, Karton,
Papier, Jute, Textilien, Teppichen, Matratzen, Möbeln, Leder,
Schuhen, Staub, "Schmutz", Nahrungsmitteln,
Nahrungsmittel-Spritzern, Resten von Reinigungsmitteln,
Verdickungsmitteln von Schimmel-Entferner (!) aber auch auf
Kunststoffen, Silikonfugen usw. .
Kann man einfach "drübermalen"?
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Ohne Vorbehandlung übermalen reicht meistens
nicht aus und in Kürze lacht der Schimmel wieder von der Wand. Nach
einer Desinfektion sollte man gut abtrocknen lassen und wenn nötig
wieder übermalen. Auf jeden Fall sollte man keine Dispersionen und
Farben mit organischen Zusätzen verwenden. Vorteilhaft haben sich
mineralische Farben und Putze erwiesen. Die wichtigste Massnahme
bleibt immer die Herabsetzung der erhöhten Luftfeuchtigkeit und oder
der Materialfeuchte.
Kann man herausfinden, ob ich als Mieter
Schuld trage am Schimmelpilzwachstum, wie dies mein Vermieter
behauptet?
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Jein. Langzeitmessungen des CO2-Gehaltes
der Luft (Kohlendioxid) im betreffenden Raum, Langzeitmessungen der
relativen Luftfeuchtigkeit und der Raumluft-Temperatur können
Aufschluss über das Benutzerverhalten geben. Allerdings reichen
diese Daten alleine für eine klare Schuldzuweisung kaum aus.
Ist Schimmelpilz-Wachstum
Jahreszeit-abhängig?
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Ja. Grundsätzlich ist im Herbst, Frühjahr, teils auch
während eines flauen Winters und während längerer Regenperioden das
Wachstum verstärkt. Die Luftkeim-Zahlen in der Aussenluft sind in
den Sommer- und Herbstmonaten am höchsten.
Wie kann ich Schimmel in meiner Wohnung
verhindern?
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Sofern die Isolation des Gebäudes "genügend" gut
ist, eine gute Heizleistung zur Verfügung steht und die Fenster
nicht top-luftdicht sind:
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Kochen mit laufendem Dampfabzug
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Pfannendeckel benutzen
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Duschen und baden, wenn Badtüre geschlossen ist
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stets Dusche und Badewannen sofort nach Gebrauch
trockenreiben
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Keine Wäsche in der Wohnung trocknen
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Tags auch das Schlafzimmer heizen (in den
feuchten kalten Tagen und Heizperiode)
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Möbel mindestens 15-20 cm weit weg von einer
Aussenwand platzieren. Keine Möbel in Aussenwand-Ecken aufstellen
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Verzicht auf Vorhänge, welche die Luftzirkulation
verhindern
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Regelmässige Überprüfung der relativen
Luftfeuchtigkeit. z.B. mit folgendem bei uns sehr bewährten
Messgerät (mit integrierter Funkuhr, Datum , Datenspeicher):
Thermo- und Hygrometer-Logger z.B. der Firma TFA,
Deutschland:
Bezug z.B.: www.yatego.com, Tel
0049 6061 2571, Fax 0049 6061 3563,
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Möglichst regelmässigem Lüften
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Verwendung eines Luftentfeuchters bei
Luftfeuchtewerten über 60-65% RLF.
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Regelmässige Staubsaugen (mit Sauger mit
HEPA-Filter)
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regelmässig die Wohnung entstauben
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Matratzen nicht direkt auf dem Boden benutzen,
sondern stets auf einem Rost, der ausserdem unten gut belüftet sein
muss
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bei anfälligen Ecken, Nischen, Kanälen kann ein
Miniventilator u.U. grosse Hilfe leisten
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Kleider niemals feucht oder nass in einen Schrank
legen/hängen!
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... dies ist eine unvollständige Liste!
Empfehlenswerte Literatur:
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Schimmel an der Wand -
Mücke oder Elefant?
Ein Ratgeber und Leitfaden, Bremer
Umweltinstitut, ISBN 3-9803930-5-4
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Wohngifte Partikel Pilze; Institut für Baubiologie +
Ökologie
IBN, 4. Auflage, Neubeuern 11/2000, ISBN 3-923531-22-2
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Elektrosmog - Wohngifte - Pilze
WOLFGANG MAES u.a. Karl F.
Haug Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-7760-1599-3
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